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Nordamerika

Allgemein
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Allgemein:

Nordamerika ist der drittgrößte der sieben Kontinente. Die Fläche Nordamerikas beträgt ca. 23,5 Millionen Quadratkilometer. Nordamerika umfasst folgende Staaten: Grönland, Kanada, USA, Mexiko und einige Inselstaaten wie zum Beispiel die Bermuda Inseln.

In Nordamerika leben momentan ca. 382 Millionen Menschen und ist somit der Kontinent mit der viertgrößten Bevölkerungsanzahl. Da die politische Grenzziehung sich nicht nach der Plattentetektonik richtet, liegen die nordamerikanischen Staaten nicht nur auf der nordamerikanischen Platte sondern auch teilweise auf der von Südamerika.

Der Name Amerika geht durch den Seefahrer Americo Vespucci(1454-1512) hervor, der 1497 der im Zuge der transatlantischen Erkundungen Amerika entdeckte. Amerika wurde erstmal 1507 durch den Kartographen Martin Waldseemüller in eine Weltkarte als „America“ eingetragen. Die Bezeichnung der Indianer geht auf die ursprünglich falsche Annahme zurück, dass es sich um Indien und nicht Amerika handelt.


Geologie:

Die nordamerikanische Platte hatte sich im Erdzeitalter der Jura, vor ca. 170 Millionen Jahren, von der Landmasse Europas und Afrikas losgelöst und ist Richtung westen gedriftet. Dadurch das sich hierbei die pazifische Platte teilweise unter die nordamerikanischen Platte schob sind weitläufige Gebirgsketten in Nordamerika entstanden.

Teilweise liegt Nordamerika nicht nur auf der nordamerikanischen Platte sondern auch auf der pazifischen. Hier handelt es sicht hauptsächlich um Teile Kaliforniens. Die Grenze zwischen diesen beiden Platten wird San Andreas-Graben genannt. Da sich diese beiden Platten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit nach norden bewegen kommt es hier häufig zu Erdbeben. Im westlichen Teil Nordamerikas befinden sich die Rocky Mountains und die Kordilleren die durch Aufwerfungen an der Grenze der beiden Platten, vor rund 80 Millionen Jahren, entstanden sind.

An der Grenze zwischen USA und Kanada sind bei der letzten Eiszeit die großen Seen entstanden. Hier ist der Lake Superior mit 82000 Quadratkilometern der größte See. Auch weltweit steht er an zweiter Stelle.

Im östlichen Teil Nordamerikas befinden sich die Appalachen die mit einem Alter von 400 Millionen Jahren zu den ältesten Gebirgen weltweit gehören.

Die zentrale Tiefebene zwischen den Rocky Mountains und den Appalachen wird auch Tornado Alley genannt, da hier im Mississipptital oft Tornados entstehen.


Regionen:

Nordamerika kann man in 5 wesentliche Regionen unterteilen:

1. Das „Kanadische Schild“ besteht aus der östlichen Hälfte Kanadas, dem größten Teil Grönlands und den folgenden US Staaten: Wisconsin, New York, Michigan und Minnesota. Diese Region ist weitgehend flach und im Süden dicht bewaldet.

2. Die „Küstenebene“. Dieser Bereich liegt im östlichen und südöstlichen Teil der USA und Mexikos. Teile dieser Ebene sind von Sümpfen durchzogen.

3. Der „Zentrale Bereich“. Dieser Teil erstreckt sich vom südlichen Kanada bis zu dem südwestlichen Teil von Texas. Im Westen wird diese Zone durch die Rocky Mountains begrenzt. Weite Teile dieses flachen bis Plateauartigen Bereichs waren in der Entstehung vom Meer bedeckt. Große Teile des Bodens in diesem Bereich sind sehr nährstoffreich und damit gut für die Landwirtschaft geeignet.

4. Die östlichen Mittel- und Hochgebirge.  Diese Zone zieht sich von Quebec über eine Länge von 2400 Kilometern bis nach Alabama. Das größte Gebirge hier sind die Appalachen. Die gesamte Region ist dicht bewaldet.

5. Diese Zone umfasst mehrere Gebirgszüge die von Norden nach Süden reichen und deren Becken zwischen Ihnen. Das größte dieser Gebirge sind die Rocky Mountains die im Süden im Gebirgszug der Sierra Madre weiterführen. Weiters umfasst dieser Bereich die Küstengebirge in Kanada, die Küstenkette der USA, die Kaskadenkette und die Sierra Nevada. Zwischen diesen Gebirgsketten liegen weitläufige Becken und Plateaus, wie dem Colorado Plateau, dem Central Valley in Kalifornien und dem zentralen Hochland von Mexiko.


Flora:

Große Teile der ursprünglichen Vegetation sind noch vorhanden, auch wenn sehr viel durch die Menschen verändert wurde. Im Bereich von der Eiswüste Grönlands und den arktischen Inseln gibt es nahezu keine Vegetation. Der Rest des Nordens wird von der weitläufigen Tundra beherrscht. Hier gedeihen vorwiegend Flechten, Moose und Zwergsträucher und auch das nur für wenige Monate im Jahr. Südlich davon schließt die Waldtundra an. Auf Grund des rauen Klimas gedeihen hier hauptsächlich Nadelhölzer. Dieser Bereich reicht südlich bis nach Südkanada.

Die Vegetation in den trockenen- bis Wüstenbereichen beschränkt sich vorwiegend auf Gras- und Buschland. In den trockensten Gebieten Westamerikas und Nordmexikos gibt es eine große Artenvielfalt von Kakteen und Dornensträuchern.

Der östliche Teil der USA besteht vorwiegend aus Mischwäldern. Im Norden aus Laubwäldern und im Süden herrschen die Nadelhölzer vor. Erwähnenswert sind in Kalifornien die größten Bäume der Welt. Die so genannten Mammutbäume. Manche von ihnen haben so einen Durchmesser das sogar schmale Straßen durch sie führen.


Fauna:

Früher herrschte eine große Artenvielfalt auf dem Kontinent. Durch die radikale Besiedlung und Einschränkung der Lebensräume für die Tiere, wurde die Artenvielfalt stark dezimiert. Zu den größten Säugern zählen Braun- und Schwarzbären, Bisons, Elche, Wapitis, Moschusochsen  und Schafe. Von  Raubtieren gibt es Pumas, Jaguare, Kojoten Wölfe und Eisbären. Es gibt eine Vielzahl von Reptilien darunter auch eine Menge sehr giftige. Hier sind die bekanntesten die Klapperschlangen, Grubenotter, Korallenschlangen, Skorpionskrustenechsen.


Bevölkerung:

Ursprünglich wurde Nordamerika von den Indianern bevölkert. Heute leben sie noch in verstreuten Gruppen in ihren Reservaten. Ausnahmen Bilden hier große Siedlungen in den Hochplateaus von Mexiko. Durch die Besiedelung Nordamerikas wurden die Indianer stark zurückgedrängt, großteils vernichtet und diskriminiert. Anders ist die Situation in Mexiko. Hier sind sie noch fixer Teil der Bevölkerung und voll integriert.

In Kanada bildet die weiße Bevölkerung mit einem Anteil von 95 % den Großteil der Einwohner. 45 % Prozent davon sind Briten und Iren.  25 % sind Franzosen, welche hauptsächlich in Quebec leben. Ein weitere Teil mit 5 % sind die Italiener. Jeweils ca. 3 % bilden Deutsche, Ukrainer, Polen, Chinesen, Niederländer und Skandinavier. Rund 400.000 und somit 1,4 % der kanadischen Bevölkerung wird von den Inuit gebildet.

Hingegen ist die Bevölkerung der USA viel gemischter. 74 % der Bevölkerung wird von weißen gebildet, 13 % sind Afroamerikaner, 9 % Hispanics. Den Rest bilden Europäer und Asiaten.  0,7 % (1,8 Millionen) der Bevölkerung bilden die Indianer und Eskimos (Inuit).

Rund 80 % der Bevölkerung Mexikos sind Mestizen. Mestizen sind Mischlinge von Indianern und Europäern (hauptsächlich Spanier) Die restlichen 20 % teilen sich die Europäer und Indianer.


Bevölkerungsentwicklung:

In Nordamerika leben ca. 382 Millionen Menschen. Davon leben 261 Millionen in den USA, 29 Millionen in Kanada, 92 Millionen in Mexiko und rund 55000 in Grönland.

Die meiste Bevölkerung konzentriert sich in Ballungszentren im Osten der USA, In Quebec und Ontario, an der Pazifikküste der USA und im zentralen Hochland von Mexiko. In den letzten Jahrzehnten konnte man, in allen nordamerikanischen Staaten, eine starke „Flucht“ der Bevölkerung vom Land in die großen Städte beobachten. Der Grund dafür sind meist wirtschaftliche und soziale Gründe.

In allen Staaten Nordamerikas gibt es nur in den großen Städten eine dichte Bevölkerungsdichte. In Mexiko leben rund 46 Einwohner pro Quadratkilometer, in den USA 27 und in Kanada 3.

Bis auf Mexiko ist das Bevölkerungswachstum in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Die Geburtenrate in Mexiko liegt bei 30 Geburten pro 1000 Einwohner und ist somit doppelt so hoch wie im restlichen Nordamerika.

Große Bevölkerungsverschiebungen gibt es durch die meist illegale Einwanderung von Mexikanern in die USA.


Sprachen:

Für über 90 % aller in den USA lebenden Menschen und zwei Drittel alle Kanadier ist Englisch die Muttersprache. Etwa 25 % der Kanadier haben Französisch als Muttersprache. In Mexiko ist Spanisch die Amtssprache. Es werden auch heute noch eine Menge indianischer Sprachen von den Indianern und Inuit (Eskimos) Nordamerikas gesprochen.


Religionen:

Der Großteil der Nordamerikanischen Bevölkerung ist christlich. Rund 93 Prozent der Mexikaner, 45 Prozent der Kanadier und 25 Prozent der Bevölkerung der USA sind römisch-katholisch. Ca. 55 Prozent der USA und 50 Prozent der Kanadier sind protestantisch. Der Rest verteilt sich auf jüdische und orthodoxe Glaubensrichtungen.


 

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